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Urwaldfreundliche Gemeinden

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Au/SG ist «Urwaldfreundliche Gemeinde 2011»

Die Gemeinde Au im St.Galler Rheintal hat den erstmals verliehenen Preis «Urwaldfreundliche Gemeinde 2011» zugesprochen erhalten. Die verliehene Auszeichnung, die mit einem Scheck in der Höhe von 5000 Franken verbunden ist, honoriert das besondere Engagement der Gemeindebehörden für eine nachhaltige Beschaffung im Papier- und Holzbereich.

Au hat die Kriterien der Aktion «urwaldfreundliche Gemeinden» in der Vergangenheit in vorbildlicher Weise umgesetzt. Darüber hinaus bemühen sich die Gemeindeverantwortlichen, den Papierverbrauch wo möglich zu reduzieren. So wird etwa die Jahresrechnung nicht mehr in alle Haushaltungen verteilt, sondern nur noch auf Wunsch zugestellt. Dieses Vorgehen reduziert sowohl Umweltbelastung wie Kosten. Der Preis «Urwaldfreundliche Gemeinde 2011» reiht sich ein in das Label «EnergieStadt», das Au/SG im Jahr 2010 zugesprochen erhielt.

Das Patronat des Wettbewerbs übernahmen das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), die sich schon seit Jahren für nachhaltige Entwicklung auf Gemeindebasis einsetzen. Namhafte finanzielle Unterstützung für die erstmalige Ausrichtung des Preises kam von den Papiergrosshändlern Fischer Papier AG und Antalis AG.

Eine urwaldfreundliche Schweiz ist möglich

Alle zwei Sekunden verschwindet ein Stück Urwald so gross wie ein Fussballfeld: in Brasilien, Chile, Indonesien, Kanada, Nordeuropa und Russland. Eine wichtige Ursache der Urwaldzerstörung ist unser Konsumverhalten: Urwaldholz findet sich in alltäglichen Gegenständen wie Sperrholzplatten, Türen, Kopier- und WC-Papier. Doch es gibt urwaldfreundliche Alternativen, die vielfach erst noch günstiger sind als die ökologisch fragwürdigen Produkte.

Das Projekt "Urwaldfreundliche Gemeinde" wird vom Bruno Manser Fonds und vom FUPS (Förderverein für umweltverträgliche Papiere und Büroökologie Schweiz) getragen. Im Rahmen des Projekts werden alle 2730 Gemeinden der Schweiz aufgefordert, einen aktiven Beitrag zum Urwaldschutz zu leisten und ihr Bau- und Beschaffungswesen urwaldfreundlich zu gestalten.
Ziel ist, dass möglichst viele Gemeinden die urwaldfreundlich-Deklaration unterschreiben, ihren Holz- und Papierbedarf umweltverträglich beschaffen und damit auch der Bevölkerung ein gutes Beispiel geben.

Mit diesen nationalen Bemühungen unterstützen wir internationale Vereinbarungen wie z.B. die UNO-Biodiversitätskonvention. Diese verpflichten zur verbindlichen Festlegung von Schutzgebieten und zum Verbot von Handel mit Holz und Holzprodukten aus Urwald-Raubbau.

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by moxi